Life, Love & Lore of the Irish Travellers

Life, love and lore of the Irish travellers :  

Die fahrenden Leute ziehen seit Jahrhunderten kreuz und quer durch Irland. Sie galten als hervorragende Scherenschleifer, Kesselflicker und Pferdezüchter. Heute sind sie immer mehr im An- und Verkauf von „second hand“ Waren aktiv. Pferde, die früher ihre typischen Wohnwagen zogen, waren der Mittelpunkt ihres Lebens und sie sind es heute immer noch. Pferdemärkte sind daher für die Traveller von besonderer Bedeutung. Hier treffen sich die Sippen und jeder versucht den anderen durch schönere Pferde als auch durch ein imponierendes Gehabe zu übertreffen. Weltberühmt ist z.B. Ballynasloe Horsefair. Es ist der älteste Pferdemarkt der Welt. Für die Traveller ist er der Höhepunkt des Jahres. Hier kommt man zusammen, um nicht nur den Pferden sondern auch Tanz, Gesang, Musik und Alkohol zu frönen. So eine Zusammenkunft oder auch „gathering“ genannt hat immer auch eine kulturelle Note. Das Lagerfeuer hat dabei eine ganz besondere Bedeutung. Die Familien versammeln sich um das Lagerfeuer und alte Geschichten, Lieder und Tänze werden in der Erinnerung wieder wach und zelebriert. Die Älteren stimmen die traditionellen Weisen an und die Jüngeren lernen diese über das Gehör, denn kaum einer kann Noten lesen oder schreiben.

Die Modernisierung der irischen Gesellschaft war nicht gerade zum Vorteil für die fahrenden Leute. Früher konnten fast überall ihre Pferde an den kleinen Landstraßen ungestört grasen. Entlang von Autobahnen und Schnellstraßen, versehen mit Leitplanken, geht das nicht mehr. Die freien Plätze, an denen man ein Camp aufschlagen kann, werden immer weniger. Auch die traditionellen Berufe wie Kesselflicker sind nicht mehr gefragt, seitdem viele Gegenstände aus Plastik sind und die Wegwerfgesellschaft das Reparieren als nicht sinnvoll betrachtet.

Die von Brüsseler Bürokraten erlassenen Vorschriften müssen von der irischen Politik umgesetzt werden, was schließlich auch dazu führt, dass traditionelle Pferdemärkte wie in dem Dubliner Stadtteil Smithfield verboten werden. Sie erfüllen nicht die veterinären Vorschriften und die Versammlungsstättenverordnung. Was für ein Unwort! So werden die Traveller ihrer sozialen Anlässe beraubt und in die Isolation getrieben.

Zudem werden sie immer mehr auf staatlich eingerichtete Rastplätze abgedrängt, wo es zu einer Ghettoisierung kommt. Da die traditionellen Lebensgrundlagen und Berufe verschwunden sind, ist die Kriminalität in solchen Lagern auf dem Vormarsch. Das freie Leben und Umherziehen durch Irland gehört daher fast der Vergangenheit an. Wenn es aber doch noch stattfindet, kommt es zu Spannungen. Die sesshafte Bevölkerung fühlt sich durch die Anwesenheit der Traveller gestört. Oft durchaus zu Recht, wenn man z.B. die Abfälle betrachtet, die manche Travellers hinterlassen.

Die Danceperados of Ireland lassen mit den aktuellen Programm „Live, love and lore of the Irish travellers“ eine Zeit hoch leben, als die Traveller noch eine autonome und freie Lebensführung hatten, die sich in einer selbstbewussten Kultur äußerte. Eine Zeit, die es so wohl nicht mehr geben wird. Aber in den in der Show zum Besten gegebenen Liedern und Tänzen lebt sie weiter.

 
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Presse Highlights

"Der Boden bebt vor Lebensfreude.“ (Badische Neuste Nachrichten)

"Künstler aus Irland eroberten Publikum im Sturm“ (Südwestpresse)

"Un concert qui restera dans les annales"
"Remarquable" (La Presse de la Manche)

"Die irische Truppe zog eine Live-Show der besonderen Art ab“. (Augsburger Allgemeine)

"2500 Besucher waren von der bemerkenswerten Aufführung an einem herrlichen Sommerabend begeistert" (Frankfurter Allgemeine Zeitung - Feuilleton)

“Orkanartiger Schlussapplaus erzwang Zugaben, ehe das Ensemble mit standing ovations verabschiedet wurde.“ (Westfalen Blatt)

„Steppend durch die Zeit. Mitreißende Tanzshow erzählt vom reisenden Volk.“ (Neue Westfälische Zeitung)